Getriebesynthese

Im Bereich der Zahnradgetriebe wird mit „Getriebesynthese“ in der Regel die systematische Strukturfindung verstanden. Art als auch Anzahl der Zahnradstufen und Schaltelemente sowie die Verbindungen von Zahnrädern über feste Wellen kennzeichnen dabei eine bestimmte Getriebestruktur.

Eine spezifische Getriebeanforderung kann immer über eine Vielzahl verschiedener Getriebestrukturen, die den Lösungsraum darstellen, erfüllt werden.  
Im Bereich der Fahrzeuggetriebe kann schon bei kleiner Gangzahl (z.B. zweigängigen elektrischen Antrieben) der Lösungsraum so groß sein, dass er nicht mehr zeit- und kosteneffizient analysiert werden kann, um die für die Anforderung günstigste Lösung zu finden.

Bei der ZG GmbH wird daher seit 2010 das Getriebesyntheseprogramm „PlanGear“ eingesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. PlanGear ist eine vollständige Eigenentwicklung und basiert auf einem komplett von uns entwickelten Algorithmus. Dieser ermöglicht sehr effiziente Struktursuchen nach unterschiedlichsten Getriebetypen. Dies können u.a. sein:

  • Nicht lastschaltbare Getriebe (z.B. manuelle Handschaltgetriebe)
  • Lastschaltgetriebe mit nur einem Lastschaltelement
  • Lastschaltautomatikgetriebe (z.B. Wandlerautomatgetriebe)
  • Doppelkupplungsgetriebe
  • Mischformen wie z.B. aus Doppelkupplungs- und Automatikgetrieben

Alle Getriebestrukturen können aus beliebigen Bauformen von Planetengetrieben bestehen, wie z.B. Ravigneaux- oder Wolfromsatz, und dürfen auch Stirnradstufen enthalten, die auf beliebig vielen Wellenzügen angeordnet sein können.

Da im Fahrzeugbereich Hybridgetriebe von großem Interesse sind, die meist von Verbrennungsmotor und E-Maschine angetrieben werden, verfügt PlanGear über vielfältige Funktionen zur Findung und Bewertung derartiger Getriebestrukturen. Beispielsweise lassen sich mit wenig Aufwand sogenannte DHT-Getriebe (Dedicated Hybrid Transmission) für vielfältige Anforderungen erzeugen.